Fast alle Tierärzte schlagen die Händer über dem Kopf zusammen, wenn sie von unserer (geplanten) Art unseren Hund zu ernähren hören.

Warum ist das so?

Bei jedem einzelnen Vertreter seiner Zunft liegt eine andere Kombination von Gründen vor.

Aus folgenden Beispielen kann beliebig kombiniert werden:

Wo landen Hund mit Darmperforation, Magenverletzung oder in Kiefer verkeilten Markknochen?

Beim tierärztlichen Notdienst. Und nicht immer können die Ärzte das Tier retten. Verständlicherweise stehen sie Nahrungsbestandteilen, die größer als eine Krokette sind, sehr skeptisch gegenüber.

Doch solche Verletzungen passieren unter anderem so:

Man sitzt in gemütlicher Runde zu fortgeschrittener Zeit und grillt. Dabei fallen häufig große Mengen an Knochen an: Hühnerflügel/Beine, Kotelettknochen und ähnliches.

Der Hund sitzt mit traurigem Blick daneben, man möchte ihm etwas Gutes tun.

Und so bekommt ein Hund mit einer viel zu schwachen Magensäure, der keinerlei Erfahrung im richtigen Umgang mit Knochen hat nicht selten einen Riesenberg von nackten erhitzten Knochen.

Natürlich kann das gut gehen, aber das kann das Betreten von dünnem Eis im frühen Winter auch.

Das hat mit einer durchdachten Ernährung aber nicht zu tun.

 

Viele Tierärzte verkaufen in ihrer Praxis Hundefutter und bekommen von den Firmen Prozente. Verständlich, dass sie sich so ein Geschäft nicht durch die Lappen gehen lassen wollen.

Das Studium behandelt die richtige Fütterung nur sehr spartanisch und wer kein persönliches Interesse hegt, bildet sich in diesem Bereich nicht weiter und ist nicht in der Lage, kompetente Ratschläge zu erteilen.

 

Ein weiterer, nicht zu verachtender Grund ist folgender:

Ein Tierarzt lebt von kranken Tieren. Gesunde Tiere lassen einmal jährlich um die 30€ für die Impfung bei ihm. Davon lassen sich aber die teueren Geräte nicht bezahlen.

Ein ratloser Tierhalter geht mit seinem Hund, der an blutigen Hautschuppen leidet, zum Arzt, damit dieser ihm hilft. Leider ist es nicht selten so, dass dieser den Grund für die Hautprobleme kennt: Schlechtes Futter.

Doch es lässt sich viel mehr mit Antibiotika, Cortison und Ähnlichem verdienen als mit dem Ratschlag, mal die Inhaltsstoffe des Hundefutters zu lesen und nicht der Werbung zu glauben.

 

Natürlich gibt es sie auch- die Tierärzte die sich wirklich Mühe geben und sich weiterbilden. Doch sie sind rar.

 

Und hier das ganze noch einmal mit Humor:

Eine junge Mutter sitzt beim Kinderarzt und erzählt ihm von ihren Plänen ihr Kind zu ernähren. Jeden Tag will sie ihm eine ausgewogene Mahlzeit aus frischen Zutaten bereiten.

Dieser reagiert entsetzt: "Gnädige Frau, ihr Vorhaben ehrt sie, aber ich kann sie nur warnen!    

Wenn sie ihrem Kind nicht ausschließlich eingeschweißte, stark konservierte Nahrung anbieten, regelmäßig Schnellrestaurants besuchen und immer einen Vorrat an Fertigprodukten im Haus haben wird ihr Kind Magelerscheinung aufweisen!"

Würde das ein Kinderarzt behaupten, hätte er seine Zulassung schneller verloren als er "Tütensuppe" sagen könnte.





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